Demenz-Dinge

Forschungsprojekt
Demenz-Dinge
Durchgeführt von:
Carolin Schreiber
Diana Cürlis
Nora Weber

Gestaltung von Demenz Dingen:

Entwicklung eines innovativen Schulungskonzeptes für Alltagsbegleiter zur individuellen Gestaltung von praktischen, komplexen und/oder einfachen Alltagshelfern.

Fokussiertes Problem

Für einige Alltagsschwierigkeiten und Konflikte, mit denen sich Demenzerkrankte und deren Angehörige regelmäßig konfrontiert sehen, gibt es auf dem aktuellen Markt kaum brauchbare Hilfsmittel, die passgenau auf die individuellen und sich oft wandelnden Bedürfnisse des betroffenen Menschen zugeschnitten sind. Angehörige und Fachkräfte können in diesen speziellen Situationen selber aktiv werden, nach Lösungen suchen und praktische, komplexe und/oder einfache Alltagshelfer für den Lebensalltag gestalten. Dies geschieht häufig situativ und ohne Einsatz der Methode der partizipativen Gestaltung. Das bedeutet, dass Alltagshilfen und Problemlösungen bisher von den Angehörigen und Fachkräften „für“ den Erkrankten gestaltet und nicht in einem bewusst geplanten und zunächst ergebnisoffenen Prozess „mit“ ihm, also mit seinen Ressourcen, Zielen und Bedürfnissen, entwickelt werden. Darüber hinaus gibt es aktuell weder in den Ausbildungsberufen der Pflegebranche, noch in der Qualifizierung zur Betreuungskraft nach §§ 43b oder 45a SGB XI die Möglichkeit, fundiertes Fachwissen zur Gestaltung von Alltagshelfern zu erwerben.

Projektziele

Mit dem Projekt soll ein Konzept entwickelt werden, mit dem haupt- und ehrenamtlich tätige Personen im Kontext Pflege und Begleitung befähigt werden, ihre kreativen Potentiale zu fördern und die Methode der partizipativen Gestaltung sicher anzuwenden. So soll ein höchstmöglicher Grad der Gebrauchstauglichkeit der neu gestalteten Alltagshelfer erreicht werden.

Maßnahmen

In der ersten Projekthälfte sollen unter Anwendung „partizipativer Gestaltungsmethoden“ individuelle Produkte und Dienstleistungen entwickelt und die Prozesse evaluiert werden. In der zweiten Projekthälfte wird auf Basis der Ergebnisse ein Schulungskonzept erstellt. Hierzu werden Inhalte, Ziele und Methoden des Unterstützungsprogrammes identifiziert. Der Einsatz von Medien, die Zusammensetzung von Schulungsgruppen sowie die jeweils örtlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen werden geklärt. Ein ergänzendes Modul zur Weiterbildung zur Betreuungskraft nach §§ 43b oder 45a SGB XI soll entwickelt werden.

Wirkung

Es ist zu erwarten, dass die im Projekt geschulten Personen die neue Perspektive nicht nur bezüglich der benannten Alltagshelfer nutzen, sondern sie insgesamt in eine höhere Beziehungsqualität mündet. Durch die Kooperation der sehr unterschiedlichen Institutionen ist ein Setting- und Berufsübergreifendes, akzeptiertes Konzept zu erwarten.

kl schaubild
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gefördert von:
Marienheim gGmbH Logo
in Kooperation mit:
katholische Pflegehilfe hoch