Bench (f2)

Samuel Rosport
Semesterprojekt (B.A.)
Farbe am Objekt
betreut durch:
Marion Digel
Sebastian Goldschmidtböing

Bench (f2) ist eine Bank für zwei Personen, die sich durch das Befestigen an Laternenmasten in Parks, auf Hof- und Freiflächen nutzen lässt. Ein erster Prototyp aus den im Projekt vorgegebenen Holzlatten zeigte im Praxisversuch dem Material immanente Defizite. Zugunsten des Entwurfskonzepts erfolgte in der Weiterentwicklung der Materialtransfer zum Stahlrohrgestell und den damit verbundenen formellen Möglichkeiten. Gedrechselte Holzlatten für die runden Sitzflächen ermöglichen gleichzeitig Klarheit und formelle Harmonie. Das Gestell besteht aus pulverbeschichtetem Stahlrohr sowie Kantenschonern und Lackschützern aus Kunststoff. Mit einem Inbus Stift-/Klemmmechanismus lässt sich das Gestell an der oberen Biegung teilen und so an einen Laternenmast anbringen. Die beiden lackierten Sitzflächen aus gedrechseltem Fichtenleimholz sind über Verschraubungen mit dem Gestell verbunden. Die Besonderheit der Bench (f2) besteht in ihrer freien Drehbarkeit um die Laterne herum. Der normalerweise durch statische Möblierung gekennzeichnete Stadtraum erhält einen neuen spielerischen Dialog durch die permanente Möglichkeit der Veränderung.

Die Bank ist durch Beobachtung der unmittelbaren Umgebung des Neubaus Quartier Nord der Folkwang Universität der Künste entstanden. Sie sollte der ersten Entwurfsidee nach nur hier Anwendung finden. Die Entscheidung für den Grünton RAL 6019 – Weißgrün fiel anhand der atmosphärischen Farbwirkung der verzinkten Gebäudefassade auf die Laterne, auf die sich der Prototyp bezieht. Der Grünton des Gestells greift die Reflexionen in der Verzinkung und der Verglasung der Fassade auf. Der Roséton der Sitzflächen steht dazu im Kontrast. Er assoziiert eine gewisse Körperlichkeit und verleiht dem Objekt Leichtigkeit und spielerische Ironie.

Fotos: Samuel Rosport