Besuch der Glashütte Holzminden

Sommersemester 2019

Betreut von Prof. Anke Bernotat, Judith Schanz M.A., Rolf Brändle M.A. und von O-I durch Steffi Lenz, Niels Tiemann, Lars Lange

Teilnehmende: Anton Wortelkamp, Ellen Budde, Thalia Kullik, Dana Hölzer, Enya Scheller, Paulina Heidlberger, Tristan Hessling, Jannik Steffan, Alpcan Erdogdu, Max Huber, Valentin Lude

 

Im Rahmen des Kooperationsprojekt Premium Spirits mit der Firma O-I  (Owens-Illinois) fand Mitte Mai eine Exkursion zu der Glashütte Holzminden statt. Die Studierenden konnten dort einen tieferen Einblick in die Produktion von Glasfalschen bekommen und zugleich die Gelegenheit haben, Feedback zu ihren eigenen Entwurfsarbeiten einzuholen.

In Holzminden werden täglich ca. 900.000 Flaschen im Glass Blow Moulding Verfahren hergestellt. Eine ausgiebige Führung durch die Fabrik führte an allen wichtigen Stationen vorbei. Zu Beginn konnte am heißen Ende betrachtet werden, wie genau abgewogene Tropfen noch zähflüssiges Glas in die jeweiligen Formen fallen. Im ersten Schritt wird so das Mundstück mit dem Gewinde geformt. Wenige Sekunden später werden die noch heißen Flaschen umgedreht und in einer zweiten Form hohlgeblasen. Die noch ca. 400 Grad warmen Flaschen werden nun in einem Kühlofen langsam abgekühlt um Spannungen zu vermeiden. Anschließend werden die Flaschen sortiert, aufwändig auf Defekte kontrolliert und schließlich verpackt.

Die Studierenden konnten auch neben der Führung wertvolle Informationen von den Mitarbeiter*innen bei O-I bekommen. So konnten individuelle Fragen zu aktuellen Entwurfsarbeiten geklärt werden, etwa ob eine gewisse Form oder Struktur machbar ist, was dabei beachtet werden müsste und wo die Grenzen des Herstellbaren sind. In der Musterkammer konnten die Studierenden schließlich alle je in Holzminden gefertigten Flaschenformen betrachten, sich zusätzliche Inspiration holen und ihre eigenen Konzepte in Bezug zu schon umgesetzten Entwürfen setzen.